Beschreibung
Seit der Jahrhundertwende ist eine Generation herangewachsen, die nur Krieg, Rezession, politische Lähmung, Rassenhass und die unterschwellige Angst vor Umweltkatastrophen kennt. In den vergessenen Winkeln des Landes, aus denen die Industrie längst abgewandert ist und wo Zwangsversteigerungen, Walmart-Filialen und Opiate das Land beherrschen, sind die Sterberaten der weißen Landbevölkerung sprunghaft angestiegen – angeheizt durch Selbstmord, Sucht und ein weit verbreitetes Gefühl der Ausgrenzung und Desillusionierung. Dies ist die Welt, die die Figuren in Stephen Markleys brillantem Debütroman OHIO erben. Dies ist New Canaan.
In einer schicksalhaften Sommernacht des Jahres 2013 treffen vier ehemalige Klassenkameraden in der vom Industriegebiet geprägten Stadt ihrer Kindheit auf-einander. Jeder von ihnen verfolgt ein Ziel, alle werden von Reue, Geheimnissen und verlorener Liebe geplagt. Da ist Bill Ashcraft, ein alkoholkranker, drogenabhängiger Aktivist, dessen fruchtlose Ambitionen ihn von Kambodscha über den Zuccotti Park nach New Orleans und nun zurück nach „The Cane“ geführt haben, mit einem mysteriösen Paket unter seinem Truck; Stacey Moore, eine Doktorandin, die widerwillig der Mutter ihres Ex-Liebhabers gegenübertritt; Dan Eaton, ein schüchterner Veteran mit drei Einsätzen im Irak, der für ein Abendessen mit seiner Jugendliebe, die er zu vergessen versucht hat, nach Hause kommt; und die schöne, zerbrechliche Tina Ross, deren Treffen mit dem Kapitän der Footballmannschaft den schockierenden Höhepunkt des Romans auslöst.
OHIO fängt auf geniale Weise den zerrissenen Zeitgeist einer Nation durch die Linse einer umkämpften Kleinstadt im Mittleren Westen ein. Der Roman bietet eine vorausschauende Vision für Amerika am Beginn eines turbulenten neuen Zeitalters.





